Organisations- und Personalentwicklung

Gender Mainstreaming zielt auf eine nachhaltige Veränderung ab. Seine Verankerung in einer Organisation kann daher weder als punktuelle Intervention von außen, noch als additive Aufgabe einzelner AkteurInnen realisiert werden. Vielmehr geht es bei der Implementierung und Umsetzung von Gender Mainstreaming um einen umfangreichen, tiefgreifenden und langfristig gedachten Veränderungsprozess.

Organisationen sind soziale Systeme, die aus einzelnen Menschen mit Bewusstsein und Überzeugungen bestehen. Im Laufe der Lebensdauer einer jeden Organisation bildet sich ein kollektives Bewusstsein mit organisationsspezifischen Überzeugungen, Werten, Regeln und Fähigkeiten heraus. Die Implementierung von Gender Mainstreaming beinhaltet das Erkennen und die Überprüfung kollektiver bewusster und unbewusster Überzeugungen von Männern und Frauen in der Organisation sowie der daraus resultierenden Geschlechterpraxis.

Ziel des Prozesses ist eine Gleichwertigkeit vielfältiger Kompetenzen, Lebensmuster und Tätigkeiten von Männern und Frauen und die Verankerung dieser Gleichwertigkeit in den Strukturen der Organisation. Gender Mainstreaming wird damit zu einer Praxis des organisationalen Lernens, welche einen Entwicklungsprozess für die beteiligten Männer und Frauen bedeutet und gleichzeitig prägend für die (Gender-)Kultur der Organisation sind.

Vor diesem Hintergrund stellen sich besondere Anforderungen an die Personalentwicklung in Verwaltungen und Unternehmen. Eine innovative Personalpolitik enthält die Qualifizierung von Führungskräften dahingehend, den beschriebenen Lernprozess als aktive Akteure bewusst zu gestalten. Grundlage hierfür ist die Vermittlung von Fachwissen, die Ermutigung zur Selbstreflexion und die Befähigung, vorhandene Instrumente der Personalentwicklung im Hinblick auf Gender Mainstreaming zu überprüfen und anzupassen.

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