Partizipation und BürgerInnenbeteiligung

Partizipation an einer gesamtgesellschaftlichen Gestaltungsmacht setzt die Anerkennung von Individuen als gesellschaftliche Subjekte voraus. Sie ist verbunden mit einer Anerkennung des Rechts auf Subjektivität in einer gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung.

Eine Integration der subjektiven Wissens- und Erfahrungsebenen von BürgerInnen mit ihren Rollen als KonsumentInnen und Erwerbsarbeitende gleichermaßen muss diesen Anspruch berücksichtigen. Auf unterschiedlichen Ebenen müssen Gestaltungsfreiräume geschaffen und Auseinandersetzungen ermöglicht werden:

  • auf der betrieblichen Ebene, der Unternehmensorganisation und Unternehmenskultur;
  • auf der Ebene der Verbraucher und Konsumentinnen;
  • auf der Ebene bürgerschaftlichen Engagements.

Diese Perspektive erkennt eine Komplexität von sozialen Netzwerken mit ihren Rückkoppelungen und Wechselwirkungen ausdrücklich an und schafft einen Übergang zu den sozialen Aspekten einer fürsorglichen Praxis als einer regulativen Idee der Zeitpolitik und Möglichkeit für reflexives Lernen und Kommunikation.

Eine geschlechtergerechte Beteiligung kann nicht losgelöst von diesem Anspruch betrachtet werden.

Gender Mainstreaming wird momentan als das fortgeschrittenste Konzept zur Strukturanalyse und als ergebnisorientierter Arbeitsansatz in Richtung einer kulturellen und geschlechterdifferenzierten Gleichstellung angesehen. Es verfolgt das Ziel, eine geschlechtergerechte und kulturelle Gleichstellung der Menschen unter Bedingungen eines größtmöglichen Einsatzes von Partizipationsangeboten auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu erreichen. Das Konzept vereint Elemente der Gleichstellungspolitik mit dem Theoriemodell des Diversity-Ansatzes.

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